Forderungen des Berliner Behindertenparlaments an die Koalition 2026 bis 2031

30.​10.​2026

Berlin barrierefrei bis 2031

Forderungen des Berliner Behindertenparlaments an die Koalition 2026 bis 2031

Das Berliner Behindertenparlament setzt sich für die 600.000 Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt ein und fordert die Parteien auf, mit dem Koalitionsvertrag ein inklusives und barrierefreies Berlin zu gestalten – auch durch diese Maßnahmen:

Mobilität

  • Runder Tisch von SenMVKU, SenASGIVA, SenWiEnBe mit Intereressenvertretungen von Menschen mit Behinderungen

  • E-Scooter nur an festen Stationen zulassen

  • Gemeinsame Buchungszentrale für Inklusionstaxis und Sonderfahrdienste

  • Zentrale Beschwerdestelle bei Beeinträchtigungen des Teilhaberechts auf Mobilität

  • Barrierefreie WCs an allen Berliner Umsteigebahnhöfen

Bauen und Wohnen

  • 100 % der neuen landeseigenen Wohnungen müssen barrierefrei erreichbar sein

  • Mindestens 2 % der Wohnungen bei Bauvorhaben müssen rollstuhlgereicht sein (bzw. mindestens 1 Wohnung bei unter 50 Wohnungen)

  • Zentrales Kataster plus Beratungsstelle zu rollstuhlgerechten Wohnungen

  • InBerlinWohnen.de mit Angabe aller Türbreiten

Bildung

  • Neu- und Umbauten von Schulen müssen barrierefrei sein

  • Schüler:innen mit Behinderungen mehr unterstützen – z.B. durch Schulassistenz oder bedarfsgerechte Kommunikation wie Gebärdensprache oder Leichte Sprache

  • Bestehende Förderzentren und Förderschwerpunkte überprüfen und Schulwahl sicherstellen

  • Nichtbeschulung von fast 3.000 Kindern und Jugendlichen beenden

  • Mehr qualifiziertes Personal für Inklusion durch Erhöhung der Anzahl der Lehrkräfte und Verankerung des Themas im Lehramtsstudium sowie bei Weiterbildungen von Quereinsteiger:innen und Bestandspersonal

Arbeit

  • In Behörden behinderte und chronisch kranke Menschen mit Peer-Beratungs-Qualifikation einstellen – zunächst als Pilotprojekt in je drei Jobcentern, Teilhabefachdiensten und Sozialpsychiatrischen Diensten

  • Förderung der Beschäftigten in selbstgegründeten Inklusionsunternehmen durch das Budget für Arbeit

  • Integrationsfachdienste für Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen öffnen

  • Bei Ausschreibungen für neue Integrationsfachdienste Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte und Teilhabebeirat beteiligen

Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen

  • 150.000 € Förderung jährlich für das Berliner Behindertenparlament zur Stärkung der ehrenamtlichen Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen

Verbindlichkeit

Diese Vorhaben müssen im Koalitionsvertrag mit Umsetzungsschritten und Zuständigkeiten festgeschrieben werden. Das Berliner Behindertenparlament wird bei der Umsetzung verbindlich beteiligt.

Die Forderungen wurden erarbeitet von den Fokusgruppen 2026 des Berliner Behindertenparlaments.

Mehr Infos:
www.behindertenparlament.berlin/barrierefrei-bis-2031 

 

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